Psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte

Fachgruppe Psychosoziale Unterstützung (PSU / PSNV)

Die Fachgruppe Psychosoziale Unterstützung (PSU / PSNV) der Feuerwehr Bergisch Gladbach ist Ansprechpartner für Einsatzkräfte in belastenden Einsatzsituationen und unterstützt bei der Verarbeitung von Einsatzereignissen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Einsatzkräfte im Einsatzdienst.

Zur Einordnung der Begriffe:

Die Abkürzung PSU (Psychosoziale Unterstützung) beschreibt insbesondere die interne Betreuung und Begleitung von Einsatzkräften im Sinne des psychologischen Arbeitsschutzes sowie des Sozialen Ansprechpartners. Grundlage hierfür sind unter anderem die Empfehlungen der DGUV Information 205-049 „Psychische Belastungen im Feuerwehreinsatz“.
Hierzu zählen Angebote zur Nachsorge, Gespräche nach belastenden Einsätzen sowie die Unterstützung im Einsatzalltag. PSU ist damit die kontinuierliche, niederschwellige Unterstützung innerhalb der eigenen Organisation.

Die Abkürzung PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) wird landes- und bundeseinheitlich verwendet. Im Kontext der Feuerwehr Bergisch Gladbach ist hier insbesondere die PSNV-E (Einsatzkräfte) gemeint. Sie umfasst die psychosoziale Unterstützung von Einsatzkräften nach belastenden Ereignissen gemäß den Landeskonzepten Nordrhein-Westfalen (Ü-PSNV-E) und kommt insbesondere bei größeren Einsatzlagen sowie im Rahmen überörtlicher Unterstützung zum Einsatz.

Beide Aufgabenbereiche ergänzen sich und werden durch die Fachgruppe abgedeckt – von der alltäglichen Betreuung im Einsatzdienst bis hin zur strukturierten Unterstützung bei besonderen Einsatzlagen.

Die Fachgruppe Psychosoziale Unterstützung (PSU/PSNV) ist Stabsstelle der Leitung der Feuerwehr.  

Unsere Aufgaben:

  • Prävention:
    Wir bereiten Einsatzkräfte gezielt auf mögliche psychische Belastungen und deren Bewältigung vor.
  • Akute Unterstützung:
    Nach belastenden Einsätzen bieten wir erste stabilisierende Maßnahmen zur Entlastung an.
  • Nachsorge:
    Wir helfen bei der Erstellung von Unfallanzeigen, vermitteln Therapieangebote und stehen für allgemeine Fragen zur Verfügung.
  • Unterstützung von Angehörigen:
    Ein stabiles soziales Umfeld ist entscheidend für die Verarbeitung von belastenden Ereignissen. Daher unterstützen wir auch die Familien unserer Einsatzkräfte.
  • Sozialer Ansprechpartner:
    Für alle Angehörigen bieten wir ein offenes Ohr in dienstlichen aber auch privaten Angelegenheiten.
  • Unterstützung städtischer Mitarbeiter:
    Auf Anforderung können unsere PSU-Assistenten auch für die Betreuung städtischer Mitarbeiter eingesetzt werden.
  • Beratung der Leitung der Feuerwehr:
    Wir stehen der Leitung der Feuerwehr in allen Fragen des psychologischen Arbeitsschutzes beratend zur Seite.
  • Betreuung von Betroffenen:
    Wir unterstützen bei der Betreuung von Betroffenen eines Schadensereignisses im Rahmen der SER-Betreuung.
  • Überregionale Unterstützung:
    Auf Anforderung sind wir auch über die Kreisgrenzen hinaus im Einsatz.
  • Ausbildung:
    Wir unterstützen die Ausbildung im Rahmen der Grundausbildung für haupt- und ehrenamtliche Kräfte.
  • Regelmäßige Abstimmung:
    Die Leitung der Fachgruppe trifft sich in festen Abständen mit der Leitung der Feuerwehr.

Vertraulichkeit und professionelle Beratung

Neben diesen Aufgaben bietet die Fachgruppe eine vertrauliche Beratung in einem geschützten Rahmen an. Selbstverständlich unterliegen alle Mitglieder der Fachgruppe PSU der strengen Verschwiegenheitspflicht.

Wir sind für Euch da – gemeinsam stark!

Die Feuerwehr ist mehr als nur ein Team – wir sind eine Gemeinschaft. Die Fachgruppe PSU steht bereit, um unsere Einsatzkräfte in jeder Situation zu unterstützen und ihnen Rückhalt zu geben. Zögert nicht, uns zu kontaktieren!

Unsere Erreichbarkeit (ohne Rücksicht auf den Dienstweg):

Telefon: 02202 238-190
E-Mail: psu@stadt-gl.de